Wertvolle Bäume

Bäume als Klimaschützer

Zu den wichtigsten Treibhausgasen zählt Kohlendioxid (CO2) – und seine enorme Zunahme in der Atmosphäre ist ein wesentlicher Treiber für die menschengemachte Klima-Erwärmung. Pflanzen benötigen CO2 für die Photosynthese, bei der unter Energiegewinnung Sauerstoff freigesetzt und Kohlenstoff in verschiedensten organischen Verbindungen umgesetzt wird. Das Besondere bei Bäumen ist jedoch, dass sie selbst große Mengen Kohlenstoff in ihrem Holz für lange Zeit festlegen, speichern können. Junge Bäume nehmen mehr Kohlenstoff auf als ältere. Doch in alten und insbesondere langlebigen Bäumen bleibt Kohlenstoff umso länger festgelegt, wird also nicht als CO2 freigesetzt. Selbst nach dem Absterben bleibt bei der Holzzersetzung ein Teil des Kohlenstoffs im Totholz und im Boden (Humus) erhalten. Somit können auch alte Wälder mit intakten Böden Kohlenstoffspeicher sein.

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Ehemalige Vierlingsbuche bei Liebstadt (© Jens Weber)

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Sommer-Linde an der Alten Schäferei in Elend
(© Antje Lindner)

Außerdem tragen Bäume zur Klima-Resilienz bei, sie können also die Folgen der Klima-Erwärmung auf ihre Umgebung lindern. Wichtig ist dabei neben der Schattenwirkung die Abkühlung durch Wasser-Verdunstung über die Blätter. Wenn schon eine 80-jährige Linde die Kühl-Kapazität von über 200 Kühlschränken besitzt – und das ganz ohne Stromverbrauch – wie hoch wird das Potenzial von noch größeren, mehrhundertjährigen Bäumen sein?