Ein etwas verwittertes Eulen-Schild am Stamm weist diese mächtige Lärche als Naturdenkmal aus. Sie befindet sich auf einer Brachfläche zwischen den offenbar verlassenen Häusern Nr. 1 und 3 am Seiffener Weg in Heidersdorf. Anders als bei vielen jüngeren Lärchen weist sie keine einzelne Spitze mehr auf, sondern gleich mehrere Starkäste streben wie gekrümmte Arme nach oben. Ursache mag ein früherer Wipfelbruch, vielleicht durch Sturm oder Nass-Schnee sein. Dann beginnen tiefer ansetzende Äste, die bisherige Spitze zu übergipfeln. So entstehen wie hier ausdrucksstarke Kandelaber- oder Kerzenständer-Lärchen [1].
Die lockere, aber immer noch kräftig grün benadelte Krone ist bei näherem Hinsehen mit zahlreichen kleinen Zapfen besetzt, auch im Frühjahr zu Laubaustrieb und Blüte oder zur goldgelben Herbstfärbung lohnt sicher ein Besuch. Hangabwärts befindet sich (2026) neben dem Stammfuß ein großes Nest der Roten Waldameise, deren Bewohner auch den Stamm der Lärche zur Nahrungssuche hinaufklettern. Auf der Oberfläche des von Lärchennadeln bedeckten Ameisenhaufens liegen viele aufgehackte Lärchen-Zapfen: Spuren von Spechten, die wahrscheinlich weiter oben am Baum in tiefen Borkenspalten Spechtschmieden betreiben.
Quellen:
[1] Roloff, A. (Hg.) 2020. Die starken Bäume Deutschlands. – Wiebelsheim: 272 S.
Informationen
Ort
Heidersdorf
Schutz
ND
Patenbaum
nein
Basisdaten vom 22.03.2022
Umfang
3.65 m
Durchmesser
1.16 m
Höhe
34 m
Alter
140 Jahre
Zugang
frei