Von dem umgebendem Waldbestand fast verdeckt, ist diese große Birke leicht zu übersehen. Sie befindet sich auf einem Hang-Absatz oberhalb der Bushaltestelle "Abzweig Kleindorfhain" nahe eines schmalen Pfades.
Auf einem schlanken, leicht geschwungenen Stamm setzt weit oben eine noch recht breite Krone auf. Das kann darauf hindeuten, das diese Birke vor Jahrzehnten in einer größeren Lichtung (oder nach einem Kahlschlag) aufgewachsen sein muss und lange Zeit viel Platz hatte. Wie bei alten Birken typisch, ist die weiße Rinde unten am Stamm einer sehr groben, dunklen Borke gewichen. Am Stamm wie auch einigen Ästen finden sich auffällige runde Wucherungen ("Maserknollen").
Die Birke wird von den nachrückenden Nachbarbäumen, vor allem den schon recht hohen Fichten, zunehmend bedrängt. Einige Astabbrüche unterhalb des jetzigen Kronenansatzes könnten bereits auf Absterben von Ästen durch Lichtmangel hindeuten. Auch die Wasserreiser unten am Stamm können eine Stressreaktion sein. Andererseits hat der Baum die vergangenen Trockenjahre offenbar gut überstanden, weitaus besser als die meisten älteren Fichten in der Umgebung, die dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen sind.
Sicherlich ist das Ende dieses Baumes, eben einer kurzlebigen Pionierbaumart, absehbar - aber ein Besuch wird sich noch einige Jahre lohnen.
Informationen
Ort
Dorfhain
Schutz
-
Patenbaum
nein
Basisdaten vom 26.03.2026
Umfang
2.01 m
Durchmesser
0.64 m
Höhe
28 m
Alter
70 Jahre
Zugang
frei